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Medien: Erdoğan hält geschlossene Treffen mit G20-Staatschefs zum Getreideabkommen ab

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Sep 9, 2023

Der Präsident der Türkei Recep Tayyip Erdoğan, der sich derzeit zum G20-Gipfel in Neu-Delhi aufhält, hält private Treffen mit führenden Politikern der Welt ab und drängt sie, einige der russischen Forderungen zu erfüllen, um das Getreideabkommen wieder in Gang zu bringen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf drei türkische Beamte, die anonym bleiben wollten.

Demnach schlägt Erdoğan unter anderem vor, die Versicherung russischer Lebensmittel- und Düngemittelausfuhren durch Lloyd’s of London zu erleichtern und Russland wieder an das SWIFT-System für internationale Zahlungen anzuschließen.

Lloyd’s of London ist ein Marktplatz, der Käufer und Verkäufer von Versicherungen zusammenbringt.

Als weitere Option für die Wiederaufnahme der Verhandlungen nennt die Türkei die Lockerung einiger Sanktionen, die Moskau nach eigenen Angaben daran hindern, landwirtschaftliche Geräte wie Traktoren und Ersatzteile zu importieren, schreibt Bloomberg. Ankara versuche, einen Konsens zu finden, um die Vereinbarung wiederaufzunehmen, fügte der ungenannte indische Beamte hinzu.

Russland und die Ukraine haben mit der Türkei und den Vereinten Nationen separat ein Getreideabkommen geschlossen. Es beinhaltete die Schaffung von Korridoren im Schwarzen Meer für Getreideexporte aus ukrainischen Häfen. Der zweite Teil des Abkommens beinhaltete die Lockerung der Beschränkungen für russische Agrarexporte. Das Abkommen wurde dreimal verlängert – am 17. November 2022 (um 120 Tage), am 18. März und am 17. Mai 2023 (jeweils um 60 Tage).

Am 17. Juli kündigte Moskau die Aussetzung seiner Teilnahme an. Russland lässt eine Rückkehr zu den Vereinbarungen zu, wenn seine Forderungen erfüllt werden: Wiederanschluss der russischen Landwirtschaftsbank Rosselchosbank an SWIFT, Wiederaufnahme der Lieferungen von Bauteilen für landwirtschaftliche Maschinen und Aufhebung der Beschränkungen für die Ausfuhr von russischen Düngemitteln.

UN-Generalsekretär António Guterres teilte am 31. August mit, er habe dem russischen Außenminister Sergei Lawrow Vorschläge für die Wiederaufnahme des Getreidehandels übermittelt. Lawrow sagte zu dieser Zeit:

„Wir haben sowohl dem Generalsekretär als auch unseren türkischen Freunden ehrlich erklärt, dass es in dieser Botschaft immer noch keine einzige Garantie gibt, sondern nur das Versprechen, es schneller und aktiver zu versuchen.“

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte kürzlich bei einem Treffen mit Erdoğan in Sotschi, Moskau sei offen für Gespräche über ein Getreideabkommen. Der türkische Staatschef schlug unterdessen vor, dass Kiew „seine Ansätze in Bezug auf gemeinsame Schritte mit Russland aufweichen“ solle, um die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba kommentierte die Äußerungen Erdoğans und sagte, die Ukraine werde keine Zugeständnisse zugunsten Russlands machen.

Wenige Tage nach dem Treffen zwischen der russischen und der türkischen Führung in Sotschi kündigte der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko eine Vereinbarung über den Export von einer Million Tonnen russischen Getreides in die Türkei an. Putin hatte zuvor erklärt, dass dieses Getreide an die ärmsten afrikanischen Länder gehen wird und dass das Abkommen selbst kein Ersatz für das Getreideabkommen ist, sondern einen „großen Beitrag“ zur Lösung der Probleme darstellt.

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